Gegham Hakobyan - Härtefalleingabe -
Stellungnahme zur Gegham Hakobyan - Härtefalleingabe -
Halle/Westfalen, den 2.12.2020
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie bereits in dem Brief an Landrat Adenauer vom 8. November 2020 deutlich gemacht, sieht der Gesamtpfarrgemeinderat des Pastoralverbundes Stockkämpen einer Abschiebung von Gegham Hakobyan mit äußerster Besorgnis entgegen.
Es ist uns ein Rätsel, wie ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat mit einem Grundrecht auf Asyl einen Mann, der sich nicht helfen kann, allein in ein Land abschieben will, in dem ihm keine Unterstützung durch ein geeignetes und vertrautes soziales Umfeld zuteilwerden kann. Das ist unserer Meinung nach grausam und mit der Lehre Jesu nicht zu vereinen.
Ich erwähne den letzten Punkt gerade deshalb, weil ich dabei war als am vergangenen Montag Landrat Adenauer bei seiner Vereidigung mit „so wahr mir Gott helfe“ schwur.
Wir rufen vielmehr die zuständigen Gremien und Behörden dazu auf, den Mut zu haben, Ermessensspielräume zugunsten des Betroffenen auszuloten und positiv zu gestalten sowie Aufenthaltsperspektiven zu entwickeln.
Die Härtefalleingabe möchten wir vom Gesamtpfarrgemeinderat des Pastoralverbundes Stockkämpen nachdrücklich unterstützen. Wir hoffen und beten, dass Gegham Hakobyan bei seiner Familie in Deutschland bleiben darf.
Mit freundlichen Grüßen
Christina Wieda
für den Gesamtpfarrgemeinderat des Pastoralverbundes Stockkämpen